Verbrauchertipps

Wintergrillen

Damit das Wintergrillen für Sie, Ihre Freunde und Familienmitglieder zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, beachten Sie Sie bitte die Tipps vom Barbecue Champion of the world 2008 / 2009 Herrn Michael Hoffmann.

Brennstoffe:

In den Wintermonaten nehmen viele Baumärkte Holzkohle und Holzkohle-Briketts aus dem Sortiment - für die Beschaffung von Brennstoff bitte somit mehr Zeit einplanen.

Bei einem Gasgrill empfiehlt es sich immer eine zweite, volle Gasflasche in Reserve zu haben. Oft ist die Gasflasche leer wenn es am schönsten ist.

Benzin oder Spiritus beim Grillanzünden sind tabu. Am besten Sicherheitsanzünder fest oder flüssig verwenden- zum Beispiel aus dem Hause LANDMANN.

Hat man keinen Grillanzünder im Haus, eignen sich Eierkartons gut als Anzünder.
Die „Hütchen“ aus dem Eierkarton heraus trennen und mit der Spitze nach oben in den Grill stellen. Dann die Holzkohle darüber geben und die Eierkartons anzünden.

Holzkohle oder Holzkohle-Briketts?

Für das Grillen im Winter würde ich Holzkohle empfehlen. Man kann schneller mit dem eigentlichen Grillen beginnen und grillt meist Kurzgebratenes. Wenn der Grillabend im Winter länger dauern soll, kann man auch Holzkohle und Briketts mischen.

Grillgeräte:

Im Winter sind Grillgeräte mit Deckel zu empfehlen. Durch den Deckel bekommt das Grillgut die Hitze auch noch von oben und kühlt nach dem Wenden an der Oberseite nicht aus. Aber auch wenn der Grill keinen Deckel hat, kann man einen grossen Kochtopf umgekehrt über den Grillrost stellen.

Der Grill muss gerade im Winter stabil stehen und je nach Bodenbelag sollte man aufpassen, dass es nicht glatt ist und man durch Ausrutschen den Grill umwirft (z.B. Eis auf der Terrasse). Den Grill nicht in der Nähe von brennbaren Sträuchern, Bäumen oder Hecken aufstellen. Im Herbst und Winter sind trockene Sträucher und Hecken sehr leicht entzündlich.

In den Wintermonaten wird es viel früher dunkel. Also für ausreichende Beleuchtung sorgen. Dies schafft eine gemütliche Atmosphäre und der Grillmeister kann auch besser den Garzustand seines Grillguts erkennen.

Grillgut:

In den Wintermonaten sind viele Fleischtheken nicht mehr auf mariniertes Grillgut eingestellt. Am besten selbst marinieren. Ketchup und Fertiggewürze eignen sich gut als Marinade. Es ist ausreichend, wenn das Fleisch nur 2 Stunden in dieser würzigen Marinade im Kühlschrank mariniert wird. Gerade beim Grillen im Winter sollte das Grillgut aber nicht zu lange im Freien gelagert werden.

Das Grillgut zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht zu kalt auf den Grill kommt. Es würde sonst außen verbrennen und innen ist es noch nicht gar.


Allgemeine Grilltipps die auch im Winter zutreffen:

1. Zeit lassen beim Grillen. Mit dem Grillen erst beginnen wenn die Holzkohle eine dünne weiße Ascheschicht gebildet hat.

2. Temperatur prüfen: Die Hand auf der Höhe des Grillrosts über den Grill halten und zählen: 21,22,23. Muss man die Hand vorher wegziehen ist der Grill zu heiß – hält man es länger aus ist die Temperatur nicht hoch genug.

3. Den Grillrost vorher mit etwas Speiseöl einpinseln. Das verhindert das Anpappen des Fleisches und der Grillrost lässt sich nachher besser reinigen.

4. Nicht vor dem Grillen salzen. Das Fleisch trocknet sonst schnell aus. Nachdem das Fleisch vom Grill kommt erst am Tisch salzen.

5. Bei Grillwurst sollte diese im Naturdarm sein. Vor dem Grillen mit einer Gabel einstechen. Dies verhindert, dass die Wurst unschön aufplatzt.

6. Zum Wenden eine Grillzange oder Grillschere verwenden. Nicht mit einer Gabel in das Fleisch stechen. Der Fleischsaft würde austreten und das Fleisch wird trocken.




Garen auf dem Grill - Manchmal ist Umluft besser

Möglichst heiß, möglichst schnell – das ist noch lange nicht alles, was mit dem Grill möglich ist. Wer die Kunst des Umluft-Grillens beherrscht, kann wahre Feinschmecker-Menüs zaubern. Dabei ist es denkbar einfach und hat mit Magie nichts zu tun.

Wer kennt sie nicht, die Turbo-Griller. Mit dem Blasebalg oder dem Fön wird die Holzkohle auf Hitze gebracht, bis die Luft darüber zu wabern scheint. In Sekundenschnelle ist das Fleisch oder Gemüse scheinbar fertig, das Branding jedenfalls ist perfekt. Doch wie es drinnen aussieht ... – dabei geht das jeden etwas an.

Die wahre Kunst aber zeigt sich beim indirekten oder dem Umluft-Grillen. Nicht mehr direkt über der Glut wird die Mahlzeit gegrillt. Stattdessen wird sie sanft gegart.

Die Kohle wird am besten im Anzündkamin vorgeglüht. Ist sie mit einer feinen, weißen Ascheschicht überzogen, wird sie durch zwei Kohleteile links und rechts auf dem Kohlerost verteilt. Zur Not geht es auch ohne die Teiler. Dann wird die Glut an den Rändern des Rostes aufgehäufelt. Dazwischen wird eine Schale mit Wasser platziert. Sie dient zum Auffangen des Fettes aus dem Grillgut.

Nun den Grillrost mit etwas Speiseöl einpinseln. Das verhindert das Ankleben des Fleisches und der Grillrost lässt sich nachher besser reinigen. Zum Branding darf das Fleisch kurz über die größte Hitze. Aber wirklich nur kurz, um die Außenseiten schön knusprig zu bekommen. Anschließend bleibt das Grillgut in der Mitte und wird schonend gegart. Per Um- und Abluft lässt sich die Temperatur individuell regeln. Fleisch kann zum Beispiel bei 110 Grad ganz sanft und schonend gar werden.

Ideal eignet sich der black pearl select von LANDMANN zum Umluft-Grillen. Er bietet ausreichend Platz, um die Glut in den beiden Kohleteiler außen herum zu verteilen.

Durch den emaillierten Kaminzug für eine schnelle, regulierbare Luftzufuhrsteuerung und den Lüftungsregler im Deckel kann er ganz den eigenen Wünschen entsprechend reguliert werden. Die fest integrierte Temperaturanzeige zeigt eine genaue Gar -und Grillzeit an.

Damit wird Grillen zum Genuss und aus der Deutschen liebsten Outdoor-Küche wird ein kulinarischer Arbeitsplatz für anspruchsvolle Menüfolgen. Denn auf diese Weise gelingen selbst so empfindliche Gerichte wie Fisch, der im Ganzen und saftig auf den Teller kommt.

Und wer direkt grillen möchte, hat mit dem innovativen OptiHeat-System beim Zubereiten von Grillwürsten und saftigen Steaks auch auf einem Kugelgrill richtig Spaß - dank der einzigartigen Höhenverstellung des Grillrostes.



Michael Hoffmann, BBQ Champion 2008/2009

Anzünden, aber richtig - Einfach und sicher mit dem Anzündkamin

Es gibt viele Methoden, einen Holzkohle-Grill anzuzünden. Aber nicht alle funktionieren auch bei Grill-Amateuren. Dabei gibt es eine nahezu ideale Variante, das heiß begehrte Feuer für des Deutschen liebste Outdoor-Küche sicher zu entflammen: mit dem Anzündkamin.

Abenteuerlich geht es manchmal zu in Parks und Gärten wenn versucht wird, den Holzkohle-Grill in Betrieb zu nehmen. Mit einem Anzündkamin ist man stets auf der sicheren Seite um die Holzkohle in den begehrten Zustand idealen Glühens zu bringen.

Auf einer feuerfeste Unterlage, dem Kohlerost oder der Feuerschale wird ein Holzspan,
ein Anzündwürfel oder –stäbchen zusammen mit zusammengeknülltem Zeitungspapier entzündet. In den Anzündkamin kommt die benötigte Kohlemenge, der Zylinder wird anschließend über die Flammen gestellt.

Etwa 15 bis 20 Minuten dauert es, bis die Kohle gut durchgeglüht und mit einer weißen Ascheschicht überzogen ist. Das heiße Gut wird jetzt auf dem Grill verteilt. Ein Griff am Anzündkamin erleichtert das Ausschütten. Je nach gewählter Grill-Methode, direkt oder indirekt, wird die heiße Kohle gleichmäßig an ihren Platz gebracht.

Hinter dem vermeintlichen Trick steckt einfache Physik. Warme Luft steigt auf, der Unterdruck wird durch nachströmende Luft ausgeglichen. Das Feuer brennt heißer, weiterer Sauerstoff drängt nach, der die Flammen weiter anfacht. Die Methode ist sicher und einfach, verhindert Stress, weil lästiger Rauch weitgehend ausbleibt und spart nebenbei Zeit. Und kommen noch weitere Gäste, kann man mit dem Anzündkamin vorsorglich vorglühen.

Grund genug also, das er weitere Verbreitung findet, damit Grillen immer das bleibt, was
es sein soll: ein herrlicher Spaß mit dem wunderbaren Nebeneffekt, dabei auch noch satt zu werden.


Räuchern im Kugelgrill - Goldgelber Fisch mit rauchigem Geschmack

Es muss nicht immer ein Räucherofen oder eine Räuchertonne sein. Auch mit einem Kugelgrill lässt sich wunderbar Fisch zubereiten und haltbar machen. Der Geschmack kommt durch die Glut von frisch verbranntem Holz, schön abgelagert und klein gehackt.

Ob Forelle, Lachs oder Karpfen – selbst und frisch geräuchert ist Fisch ein wahres Gedicht. Dabei darf er ruhig auch schon einmal gefroren gewesen sein, das tut der Qualität keinen Abbruch. Doch wer glaubt, nur mit einem speziellen Räucherofen allein lässt sich der rauchige Hochgenuss zaubern, sollte es einmal mit einem Kugelgrill probieren. Wichtig ist das Holz. Es muss in kleine Stücke gehackt, ordentlich trocken gelagert und am besten Erle, Robinie oder Buche sein. Weniger gut ist Birke, nahezu ungeeignet sind Nadelhölzer, weil sie zu viel Harz enthalten, der mit schwarzem Rauch verbrennt.

Der Fisch sollte zwischen acht und zwölf Stunden in einer acht- bis zehnprozentige Salzlake gelegen haben, weniger ist manchmal mehr. Je nach Geschmack zusätzlich Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Pfeffer und Kümmel in Wasser aufkochen und beifügen.

Danach wird das Räuchergut ordentlich mit viel sauberem Wasser gereinigt. Vor dem Räuchern im Kugelgrill, zum Beispiel dem black pearl von LANDMANN, müssen die Fische gut getrocknet werden. Erst mit Küchenpapier, anschließend im geschlossenen Kugelgrill.

Dafür muss vorher Feuer gemacht werden, aber nur auf der einen Seite in der Feuerschale. Daneben kommt eine Tropfschale. Die untere Luftzufuhr bleibt geöffnet, bis das Holz gut durchgeglüht ist. Um auf Betriebstemperatur zu kommen, muss der Deckel mit offener Lüftungsklappe aufgelegt werden. Wichtig ist bevor der Fisch in den Rauch kommt, dass der Grill auf 90 Grad hochgeheizt wird und dann bei 40 - 50 Grad die Temperatur gehalten wird. Eine fest integrierte Temperaturanzeige wie beim black pearl ist hier äußerst hilfreich.

Dann ist es Zeit, die vorbereiteten Fische über der Schale und neben der Glut auf den Rost zu legen, der mit Öl eingestrichen wurde, damit nichts kleben bleibt. Der Deckel kommt wieder drauf, mit nach wie vor geöffneter Abluft. Die Temperatur darf steigen. Nach rund 15 Minuten ist das Räuchergut trocken.

Der eigentliche Räuchervorgang beginnt. Holzmehl, Holzchips, Obstholz oder Hickorystücke werden auf die Glut gelegt. Die untere Luftzufuhr wird geschlossen. Nach etwa 60 Minuten (Makrele) bis 120 Minuten (Aal und Forelle) sind die Fische fertig. Goldgelb muss die Farbe sein und das Fleisch darf nicht zu weich sein. Lieber etwas länger räuchern. Nun wird die Mahlzeit vom Rost genommen und darf noch ein bisschen ruhen, bevor sie verspeist werden kann. Übrigens: am besten schmeckt Selbstgeräuchertes am zweiten oder dritten Tag. Also, einfach mal probieren.





Die Kür - Steaks grillen

Wegweiser zum perfekten Genuss

Nichts hört sich so einfach an wie ein Steak zu grillen: Einfach rauf auf den heißen Grill und fertig. Ganz so simpel ist es nicht, aber auch ohne den Titel eines Meisterkochs lässt sich Fleisch in höchster Perfektion über Glut zubereiten. Dazu gehören ein bisschen Übung und ein paar gute Tipps.

Ein Steak, saftig und herzhaft – das ist immer noch die Krönung einer gemütlichen Grillrunde. Doch wer kennt das nicht: Die Oberfläche ist verbrannt, im Inneren das Fleisch aber noch nicht mal medium, sondern schon nach wenige Millimetern nur blutig. Zwar gehört die Zubereitung eines richtig guten Steaks schon zur Kür, aber es geht durchaus ohne Meistertitel. Geduld, Übung und ein paar simple Tipps führen schnell zu überzeugenden Ergebnissen.

Das fängt schon mit der Glut an. Holzkohle ist zwar schneller angezündet, verliert aber schnell die Temperatur. Briketts brauchen viel länger bis sie richtig glühen, dann aber hält die Hitze. Wer beide Effekte kombinieren will, mischt Holzkohle und Holzkohlebriketts. Bewährt hat sich fürs Entfachen der Anzündkamin.

Ein bisschen Zeit gehört zum wahren Grillgenuss. Erst wenn die Kohle eine dünne, weiße Ascheschicht hat, sollte es richtig losgehen. Die Temperatur ist ganz schnell geprüft. Hand in Höhe des Rosts über den Grill halten und 21, 22, 23 zählen. Wer vorher wegziehen muss, weiß sofort: zu heiß. Wer es länger aushält, muss noch warten, Kohle nachlegen oder den Grillrost tiefer hängen.

Weiter geht es mit dem Fleisch. Die Steaks gehören zwei Stunden vorher raus dem Kühlschrank. Wenn sie zu kalt sind, verbrennen sie außen und sind innen noch gar nicht gar. Bevor sie auf den Rost kommen, wird der mit ein wenig Speiseöl eingepinselt. Dann klebt das Fleisch nicht an dem Rost, außerdem lässt er sich besser sauber machen.

Wenn ordentlich Hitze da ist, werden die Steaks aufgelegt und bleiben auch erst mal dort, damit die Poren sich schließen können. Anschließend kann das Grillgut in kühlere Zonen gezogen, aber bitte noch nicht gewendet werden. Erst heißt es abzuwarten, bis blutrote Tröpfchen an der Seite oder oben austreten. Dann wird gewendet und genau so lange auf der anderen Seite gegrillt. Im Ganzen dauert das bei 2,5 Zentimeter dicken Stücken zehn bis zwölf Minuten, bei vier Zentimeter dürfen es 14 bis 16 Minuten sein. Zum Wenden eignen sich Zange oder Grillschere, mit einer Gabel werden Löcher ins Fleisch gestochen, durch die Saft austritt.

Nun ist das Fleisch „medium“ und kann heruntergenommen werden. Übrigens: Erst jetzt wird gewürzt. Auf keinen Fall vorher salzen, dadurch wird das leckere Stück nur trocken. Besonders wichtig: Niemals mit Bier ablöschen. Der gute Gerstensaft ist verloren, löscht höchstens die Glut und wirbelt Asche auf, die am Steak kleben bleibt. Wer den Biergeschmack haben möchte, legt das Grillgut lieber über Nacht in eine Biermarinade ein. Und außerdem: Direkt konsumiert passen Pils oder Kölsch sowieso viel besser zur Krönung des Grillabends.